Clever einkaufen in der Großstadt

Wer Großstädte mag, wird das Einkaufen dort lieben. Eine Aussage, die man aufgrund der vielen Geschäfte bestätigen darf, denkt man jedoch an die Massen von Menschen, die täglich dieselbe Idee wie man selber haben, ändert sich das Blatt. Oft gibt es endlose Schlangen an der Umkleidekabine und der Kasse und wen wundert es, dass viele Menschen schon nach dem ersten Laden entnervt nach Hause gehen. Doch wie soll man das Problem lösen? Den Menschen nur an bestimmten Tagen das Einkaufen gewähren? Für Männer, Frauen und Kinder unterschiedliche Öffnungszeiten festlegen? Größere Einkaufhäuser bauen?

Alle möglichen Varianten sind nicht unlösbar, doch sehr unwahrscheinlich umzusetzen. Bedenkt man, dass Frauen und Männer getrennt einkaufen gehen müssen, ist das für das männliche Geschöpf sich eine Art Erhörung ihrer Gebete. Doch soweit wird es nicht kommen. Und auch noch größere Einkaufszentren wird es nicht geben. Der Platz fehlt vielleicht nicht unbedingt, doch größere Zentren bedeuten noch mehr Menschen und das bedeutet steigendes Chaos. Nicht zu vergessen sind die Risiken, die so ein Bau mit sich bringt. Wird das Einkaufszentrum von den Käufern abgelehnt, gibt es Miese in Millionenhöhe und das verkraftet die eh schon angeschlagene Wirtschaft nicht. Experten und Spezialisten, die sich mit dem Einkaufsverhalten der Menschheit beschäftigen, versuchen immer wieder Tipps zu geben. Doch wie kämpft man sich nun am intelligentesten durch die Großstadt? Aufmerksamkeit heißt das Zauberwort.

Nimmt man die Hauptstadt Berlin als Beispiel, wird dies auch offensichtlich. Berlin ist die Kreativ- und Modemetropole in Deutschland und der Welt. Bringen angesagte Modelabels neue Kollektionen von berühmten Designern auf den Markt, ist der Ansturm meist gewaltig und die Geschäfte werden bereits bei Ladenöffnung regelrecht gestürmt. Vor allem die weiblichen Kunden gehen oft mit enttäuschten Gesichtern aus den Läden. Hierfür der Tipp von den Experten: Frauen und Männer sollten Geschäfte aufsuchen, die nicht so massig besucht sind, wie die populären Niederlassungen. Um es am Beispiel Berlin zu verdeutlichen: die Chance, ein paar Sachen von der aktuellen Kollektion zu bekommen, ist in Berlin-Marzahn oder Berlin-Tegel größer als am Alexanderplatz oder dem Kudamm. Dadurch, dass in den wirtschaftlich schwächeren Gebieten den Bewohnern meist das Geld für größere Ausgaben fehlt, bleiben die Sachen in den Läden hängen, während sich an der andere Seite der Stadt die Menschen gegenseitig umlaufen. Mit diesem kleinen Trick kann der Wunsch nach spezieller Sonderbekleidung von Designern zu einem günstigen Preis in die Tat umgesetzt werden. Dasselbe Prinzip gilt natürlich auch für andere Geschäfte, die sich nicht nur auf die Bekleidungsindustrie stützen. Eine weitere Möglichkeit wäre auch, zu einem späteren Zeitpunkt einkaufen zu gehen, da Geschäfte, die nur eine "Limited Edition" anbieten, oft noch zwei oder drei Nachlieferungen bekommen. Dies liegt vor allem an großen Marketingaktionen, die im Vorfeld organisiert werden, um den potenziellen Kundenkreis um ein Vielfaches höher werden zu lassen. Speziell der Aspekt etwas zu kaufen, das limitiert ist, fördert den Kaufwunsch nämlich auch nicht unerheblich. Wer clever sein will, kauft da ein, wo die Masse es nicht tut.